Mittwoch, 17. Dezember 2014

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Marquis de Sade und die Unterwürfigkeit!

Sade ist in unseren Gedanken fast unwiderruflich mit dem Wort Sadismus und seine Werke mit sexuellen Orgien verbunden. Wenn jemand etwas schreibt und dies von Lesern falsch verstanden wird, ist das, das muss zur Verteidigung der Leser betont werden, nicht nur der Fehler der Leser, sondern auch der des Schriftstellers. Warum hat er sich nicht klarer ausgedrückt? Oder vielleicht wollte er das, was er zu sagen hatte, ein bisschen verstecken.
Als die ersten Weißen in verschiedene Teile Schwarzafrikas vordrangen, traten ihnen die Eingeborenen wie Göttern entgegen, warfen sich vor ihnen auf die Erde und stellten den Fuß des Weißen auf ihren mit der Stirn den Boden berührenden Kopf. Wie hätte der Neger reagiert, wenn der Weiße dieses sich Unterwerfen nicht angenommen hätte? Als ich selbst im nördlichen Teil Afrikas reiste, kamen kleine Kinder und küssten mir wie einem hohen Herrn die Hand. Wie hätte ich mit meinen 23 Jahren darauf reagieren sollen? Wie soll man auf selbstauferlegte Unterwerfung oder Unterwürfigkeit reagieren?
Für die Ägypter zur Pharaonenzeit endete das eigene Leben, war der Halbgott gestorben. Der König eines Negerstammes verkaufte seine Untertanen für ein paar billige Glasperlen an andere schwarze oder weiße Sklavenhändler. Für den armen Sklaven ging jetzt das Recht über Leben und Tod auf den neuen Herrn über. Er war ihm verpflichtet. Oder stellen wir uns Gott vor, der sich bei seinen Gläubigen für einen Fehler entschuldigt. Wie würden wohl solche Gottesfürchtige darauf reagieren?
Sade selbst war Adliger und ihn hatte wahrscheinlich, als Gebildeter, die Frage schon lange beschäftigt, wo wohl die Grenze dieses Rechts liege. Es war die Zeit der Aufklärung, der französischen Revolution. Neue Fragen über die Würde des Menschen hatten sich gestellt. Auf seltsame Weise machte er sich über das alte Regime (der französischen Könige), für uns, wie ich sehe, nicht ganz verständlich, lustig.

Else
Else
Else
Else
Else

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